- Torven Hartz

Es geht um die Sache


Vieles ist in der jüngsten Vergangenheit geschehen das mich direkt betrifft und mir Entscheidungen abfordert. Der Weisheit folgend, "dass keine Entscheidung dadurch schlechter wird, dass man sie nochmals überschläft", habe ich nicht sofort auf alles reagiert, was zu meiner Person umläufig ist. Doch nun liegen die Würfel ruhig auf dem Tisch.
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Es geht um die Sache



Für mich steht das Gemeinwohl und insbesondere das meiner Stadt an erster Stelle, das ist mein Gewissensanspruch, das war immer so und kein Zwang vermag das je zu ändern.


Ich habe mich außerordentlich über die sagenhafte Unterstützung all jener Bürger gefreut, die mich mit ihrer selbst auf die Beine gestellten Unterschriftensammlung zu einer Kandidatur aufgerufen haben und danke für diesen tollen Zuspruch.

Leider wird erneut deutlich, dass sich Diskussionen um Personen, Ämter und Posten beständig weiter über jegliches notwendig zu bearbeitende Sachthema der Stadt legen.
Eines davon bleiben die brennenden Probleme rund um den großen Karl.
Die Lösung dieser Probleme ist für mich beispielsweise viel wichtiger, als es jegliches auch noch so interessante Amt für mich persönlich je sein könnte.

Da ich darüber hinaus mittlerweile bereits mindestens einen für mich höchst vielversprechenden Bewerber auf das Bürgermeisteramt ausmachen konnte, dem ich die Geschicke dieser Stadt wahrscheinlich ruhigen Gewissens in die Hände legen könnte, nehme ich aus diesen beiden Gründen Abstand von einer eigenen Kandidatur.

Die Geschehnisse der vergangenen Tage führen mich des Weiteren unweigerlich zu einer weiteren einschneidenden Konsequenz. Die Unvereinbarkeit meiner Position zu der meines Ortsverbandes zur Kandidatur Frau Adomeits zwingt mich dazu, umgehend sämtliche Posten und Funktionen aufzugeben, die ich für meinen Ortsverband bislang ausgefüllt habe. Meinen Austritt aus der Fraktion hatte ich bereits zu Beginn der Sitzung am Montag, dem 25.07., erklärt. Man bat mich jedoch, darüber nochmals in Ruhe nachzudenken. Dies habe ich zwischenzeitlich getan und habe meinen Austritt nunmehr nochmals bestätigt. Mein Mandat werde ich im Sinne der von mir betriebenen Sachthemen zukünftig fraktionslos weiterführen.

Mir ist bewusst, dass ich damit auch meine Mitgliedschaften im Kreis in den Landesfachausschüssen und meine Delegiertenrechte im Land wie im Bund gefährde. Doch all dies muss letztlich vor meinem Gewissen und Werteempfinden zurückweichen.

Im Sinne der Bürger unserer Stadt fordere ich die beiden Fraktionsvorsitzenden Kurt Barkowsky und Eberhard Bohn auf, sämtliche Bewerbungen auf das Bürgermeisteramt öffentlich zu machen. In einer Demokratie steht ihnen nicht zu, die Kandidaten vorauszuwählen und die Bürger dabei außen vor zu lassen. Zu meinem politischen Verständnis gehört es, dass die Bürger nicht nur eingebunden werden, wenn man ihre Stimmen braucht - erst zur Abwahl des letzten Bürgermeisters nun zur Wahl eines von CDU oder FDP vorselektierten Bürgermeisterkandidaten.

Hier geht es nicht um Einzelne und schon gar nicht um mich, sondern um unsere wundervolle Stadt, die den bestmöglichen Bürgermeister verdient und eine Politik, die sich mit den Bürgern und deren Problemen beschäftigt anstatt mit sich selbst.


Ich will einen echten Neuanfang, der Kaltenkirchen zurück aus dem dunklen Tal bringen kann, in dem wir nach wie vor feststecken - zu großen Teilen wegen unserem letzten Bürgermeister - aber eben bei Weitem nicht nur allein wegen ihm! Nur die Sache zählt!
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