Torven Hartz

Liebe Stadtvertretung: Es wird Zeit!

So blieb letztlich nur erneut der Weg für mich, meine Eingabe über den festen Tagesordnungspunkt "Anregungen" zu machen .

Doch was dann in der Folge geschah, war doch mehr als bemerkenswert.
Da wurde uns Stadtvertretern mitgeteilt, dass doch die von der Verwaltung versprochene Zusammenstellung der Altbeschlüsse rund um das Thema Großer Karl den Fraktionsvorsitzenden bereits zugegangen sei – zur offensichtlichen Verwunderung all jener Stadtvertreter, die selbst nicht die Position eines Fraktionsvorsitzenden haben und wie ich offenbar von dieser Zusammenstellung nach wie vor selbst keine Kenntnis erhalten haben.

Auf die Erklärung der Bürgervorsteherin, dass nun zunächst die Fraktionen anhand dieser Zusammenstellung der Altbeschlüsse erst einmal diskutieren müssten, bevor man das Thema auf die Tagesordnung nehmen könne, erwiderte dann der Fraktionsvorsitzende Barkowsky, dass es wohl kaum Sinn machen würde, über alte Beschlüsse zu diskutieren, ohne dass man neue Erkenntnisse habe.

Und dann übernimmt Herr Barkowsky in der Folge genau die Beschlussvorlage aus meinem Antrag, in der die Verwaltung offiziell aufgefordert werden sollte, neue Erkenntnisse über das Landesinnenministerium zu beschaffen. „Denn genau die wären schließlich eine vernünftige Grundlage, um darüber dann eine Diskussion in den Fraktionen führen zu können.“
Warum wurde der Antrag denn dann eigentlich nicht ganz einfach gestellt und so beschlossen, wenn es doch genau das richtige ist???

„Ungelenk“ mag der vielleicht diplomatischste Ausdruck für den Umgang der Stadtvertretung mit dem Thema sein, der mir da gerade noch einfällt.
Es ist mir schleierhaft, warum es für diese Stadtvertretung so schwierig ist, sich endlich in eine konstruktive Diskussion über die Zukunft des großen Karl zu begeben.

Was soll mit dem großen Karl geschehen?

Als Bürger dieser Stadt möchte ich von „meiner“ Stadtvertretung auf diese Frage eine Antwort – und sei es letztlich nur die Aussage, dass man das Thema als nicht so wichtig erachtet, als dass man sich damit beschäftigen wolle. Der Bürger hat dann wenigstens die Gelegenheit, daraus seine Schlüsse zu ziehen.

Als Stadtvertreter dieser Stadt, bin ich zumindest persönlich dazu längst bereit, genau diese Frage auch zu beantworten und tue es auch.
Warum aber bin ich damit nur einer von nur ganz erschreckend Wenigen in einem Kreis von 27, der es als Gesamtheit bislang nicht einmal fertig bringt, allein nur das Thema als relevant anzuerkennen?

Mag es letztlich so sein, dass meine Vorstellungen davon, wie sich die Stadt in diesem Thema verhalten sollte, letztlich unter demokratischem Mehrheitsbeschluss nicht verwirklicht werden. Mag vielleicht sogar das Gegenteil eintreten, weil am Schluss alle anderer Meinung sind als ich. Aber dass die Stadtvertretung als Ganzes weiterhin den Kopf in den Sand steckt und sich einfach gar nicht verhält, ist für mich schlichtweg nicht akzeptabel!

Jedem der sich im Stadtvertreterkreis dazu angesprochen fühlt, stelle ich die Frage: Wenn man zu Lebenswirklichkeit und Problemen der Bürger unserer Stadt keine Position entwickeln will, warum betätigt man sich dann in der Stadtvertretung?


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Ihr Stadtvertreter für Kaltenkirchen


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