Torven Hartz

Zur Abwahl von Stefan Sünwoldt
Herbert Löding in der Umschau vom 4.5.11

In der Umschau vom 4.5.2011 schreibt Herr Löding in einem Leserbrief:

Wenn z.B. ein Herr Hartz (Mitglied Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss sowie Schulverband Verbandsvertretung) in einer öffentlichen Stadtvertretersitzung am 15. März 2011 sich zu Wort meldet und dreist oder sogar unwissend behauptet, ein Schulmodell "Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe" gibt es nicht und hat in Schleswig-Holstein nie zur Verfügung gestanden.


Es stimmt - das habe ich zumindest so ähnlich gesagt. Allerdings hat Herr Löding leider den zugehörigen Nebensatz vergessen. Der gesamte Satz lautet sinngemäß:

Die Einrichtung (also Neuerrichtung) eines Schulmodells "Gemeinschaftsschule" mit gymnasialer Oberstufe, im Einzugsbereich einer bereits bestehenden gymnasialen Oberstufe gibt es in ganz Schleswig-Holstein nicht.

Ob ich noch gesagt habe, dass es das auch noch nie gegeben hat, erinnere ich nicht mehr - es wäre meinen Informationen nach aber genauso zutreffend.

Ein Beispiel: Die Gemeinde Kellinghusen hat in der frohen Erwartung einer gymnasialen Oberstufe (Sekundarstufe 2) für ihre Gemeinschaftsschule recht üppig im Rahmen der Schulreform 2007 investiert. Allerdings offenbar auf Basis eines Missverständnisses, denn bereits die damalige Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hatte die Einrichtung einer solchen Oberstufe in Kellinghusen folgerichtig NICHT vorgesehen, da sowohl in Itzehoe, wie in Bad Bramstedt, wie auch in Neumünster bereits gymnasiale Oberstufen bestanden. Um das Abitur zu erlangen, war es für einen Gemeinschaftsschüler aus Kellinghusen also seit jeher vorgesehen, den Wechsel in die Sekundarstufe 2 in eine der benachbarten Städte vorzunehmen.

Warum weiß ich das nun, wo ich doch eigentlich "nur" ein Kaltenkirchener Kommunalpolitiker bin?
Ich sitze im Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss, weil ich mich seit vielen Jahren vor allem auch sehr intensiv mit dem Thema Bildung und Bildungssystem beschäftige. Auf kommunaler Ebene geht es jedoch "lediglich" um die materielle Bereitstellung bzw. Ausstattung der regional vorgehaltenen Schulen. Aber zumindest hat man so den politisch engst möglichen Kontakt zu den Schulen selbst.

Bildung an sich ist hingegen ein Thema des Landesrechtes. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass ich seit geraumer Zeit Mitglied des Landesfachausschusses für Bildung meiner Partei bin, der monatlich in Kiel tagt.
Bekannter Weise wird das Bildungsministerium in Kiel derzeit von einem Vertreter meiner Partei geführt. So begibt es sich, dass sowohl der Bildungsminister Dr. Klug als auch dessen Staatssekretär Herr Eckhard Zirkmann über diesen Fachausschuss immer wieder sehr detaillierte Fakten und unschätzbares Fachwissen vermitteln.
Insofern kann wirklich davon ausgegangen werden, dass ich in eine angesetzte Gremiensitzung zu einem Tagesordnungspunkt aus dem Kernbereich meines Stammausschusses ganz sicher nicht unvorbereitet oder gar unwissend gehe. Im Gegenteil dürfte ich gegenüber den meisten Kollegen des Ausschusses bezüglich bildungspolitischer Themen angefangen ab den U3-Horten sogar einen gewissen Wissensvorsprung haben.

Das schließt natürlich nicht aus, dass ich auch durchaus einmal einer Fehlinformation erliegen kann oder eine unglückliche oder missverständliche Formulierung wähle. Dann hilft aber sicherlich die direkte Nachfrage besser, als die indirekte Unmutsbekundung über ein vermeintliches Fehlverhalten in der breiten Öffentlichkeit.

Was die Fakten in diesem Falle angeht, so stimmt aber nunmal meine Aussage.

Soweit zu dem inhaltlichen Anwurf in dem Leserbrief.
Ausnahmsweise komme ich nun jedoch einmal nicht umhin, die persönliche Ansprache an den Verfasser zu suchen:

Herr Löding,
seit 1986 leben Sie benachbart zu meinem Elternhaus. Sie kennen mich seit meinem 14. Lebensjahr. Ich habe Sie, Ihre Frau als auch Ihre (ausgesprochen hübsche) Tochter kennengelernt und danach immer gekannt als eine zurückhaltende, höfliche und sehr ruhige Familie. Wir sind uns stets freundlich begegnet, auch wenn es darüber hinaus keinerlei weitergehenden Kontakt zwischen unseren Familien gab.

Wie kann es eigentlich sein, dass Sie nun in der Zeitung über mich schreiben - und das auch noch unzutreffend, ohne überhaupt auch nur einmal das Gespräch mit mir gesucht zu haben? Sie hätten lediglich drei Türen weiter bei meinen Eltern vorbeischauen müssen, um einen umgehenden Kontakt mit mir hergestellt zu bekommen - und das wissen Sie auch!

Torven Hartz


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