Torven Hartz

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Anzahl ist nicht aussagekräftig und auch falsch – Maßstab sind allein Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen

Die Zahlen entstammen dem Tätigkeitsbericht des Nordgate seitdem diese Vereinigung ihre Aktivitäten aufgenommen hat. Er ist frei zugänglich. Eine Aufschlüsselung nach Arbeitsplätzen und Gewerbesteuereinnahmen bietet dieser Bericht nicht. Doch was die Arbeitsplätze angeht, so ist für Henstedt-Ulzburg ein deutlicher Anstieg in den Bereichen von besonders personalintensivem Einzelhandel und bei Dienstleistungen zu verzeichnen. Man denke da nur an die diversen Fast-Food Ketten oder auch an Mediamarkt. Insofern wäre es schon sehr interessant vom Bürgermeister zu erfahren, inwieweit die Qualität der jüngsten Kaltenkirchener Ansiedlungen höher gewesen sein soll, als die in Henstedt-Ulzburg. Wenn er dazu über einen vergleichenden Bericht verfügt, so hat er diesen den Stadtvertretern jedenfalls bislang vorenthalten.

Darüber hinaus keine Vergleichbarkeit von Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg (z.B. Größe, Lage, Qualität der Flächen, Hamburgnähe)

Unter den Bürgermeistern Fehrs und Zobel entwickelte sich Kaltenkirchen über die Jahrzehnte zu einem wohlhabenden Gewerbestandort, hinter dem Henstedt-Ulzburg stets deutlich das Nachsehen hatte. Außerordentliche Ansiedlungen wie einst IKEA oder nach dessen Wegzug später dann Dodenhof verdeutlichen das Potenzial, welches in dem Standort Kaltenkirchen schlummert. Heute bewegt sich Kaltenkirchen bezüglich der Ansiedlungen auf dem Niveau des wesentlich kleineren und ungünstiger gelegenen Kurortes Bad Bramstedt

Henstedt-Ulzburg verfügt z.B. für Logistikunternehmen über attraktivere Flächen (Größe und Lage)

Richtig ist, dass Henstedt-Ulzburg seine Gewerbegebiete in den vergangenen Jahren offenbar wesentlich bedarfsgerechter und vor allem auch schneller entwickelt hat als Kaltenkirchen. Ganz offensichtlich konzentriert sich diese Entwicklung auf die Anbindung der A7. Im Gegensatz zu Henstedt-Ulzburg verfügt Kaltenkirchen mittlerweile sogar über zwei Autobahnanbindungen und wird zukünftig sogar als nächstgelegener Ort zum Autobahnkreuz A7/A20 liegen. Die Lage Kaltenkirchens ist insofern hervorragend. Geländegrößen auch für größere Unternehmungen wären vorhanden. Im Gegensatz zu Henstedt-Ulzburg ist jedoch eben keine Ansiedlung auf solchen Flächen gelungen.

Kaltenkirchen im Unterschied zu Henstedt-Ulzburg mit positiver Gewerbesteuerentwicklung (Klasse statt Masse)

Dies ist zurückzuführen auf die Ansiedlungspolitik von Bürgermeister Fehrs, die später von Bürgermeister Zobel fortgesetzt wurde. Diese sah vor, möglichst solche Unternehmen nach Kaltenkirchen zu holen, die hier auch ihren Stammsitz haben und deren Steueraufkommen somit auch gänzlich zu Gunsten der Gemeinde anfällt. Angesichts der verschwindend geringen Zahl von Neuansiedlungen unter Herrn Sünwoldt, hat er an diesem Effekt jedoch keinerlei nennenswerten Anteil.

Während Amtszeit des Bürgermeister bereits fünf Neuansiedlungen und fünf Erweiterungen (u.a. Dodenhof) in Kaltenkirchen

Was bedeutet, dass Herr Sünwoldt auch vor der Nordgatezeit schon erfolglos agierte. Diese Amtszeit läuft nunmehr schon über 5 Jahre. Wenn Sie das Unternehmensverzeichnis auf den Seiten der Stadt Kaltenkirchen bemühen, so finden Sie dort derzeit 231 Unternehmen gelistet. Im Schnitt hat Herr Sünwoldt pro Jahr ein einziges Unternehmen angesiedelt – das wären also 0,43%Zuwachs. Unter Herrn Dornquast waren es für Henstedt-Ulzburg im Schnitt 6 Unternehmen. Bezogen auf die mittlerweile schon höhere Zahl der dortigen Unternehmen bedeutet dies einen Zuwachs von etwa 2,2%.

Abgänge sind dabei noch gar nicht berücksichtigt, denn auch die gab es für Kaltenkirchen offenbar in höherer Zahl, als für das benachbarte Henstedt-Ulzburg.

Die Ansiedlung und erste Erweiterung der Firma Dodenhof ist noch auf die Amtszeit von Hern Zobel zurück zu führen. Der Beginn der zweiten Erweiterung steht erst noch bevor. Aber auch die Unternehmenserweiterungen machen in Kaltenkirchen große Sorgen. Immer wieder erreichen uns Klagen von Unternehmern ob vergleichsweise langatmiger Genehmigungsverfahren und Hürden. Davon abgeschreckt haben in mindestens zwei Fällen bereits Kaltenkirchener Unternehmer ihr Unternehmen im Nachbarort angesiedelt.


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