Torven Hartz

Der Stadtjugendring ist der städtische Dachverband aller jugendpflegenden Vereine in Kaltenkirchen – er ist sozusagen die Lobby der Jugend auf Vereins- und Verbandsebene.

Über die vergangenen Jahre hat der Stadtjugendring immer mehr an Einfluss im Bereich der Jugendpflege verloren. Die Gründe dafür dürften vielschichtig sein. Zum einen sind da die Vereine, die sich immer weiter aus der aktiven Mitarbeit in ihrem Dachverband herausgezogen haben. „Die Mitgliedschaft im Stadtjugendring bringt uns keine Vorteile“, war aus den Vereinen bald allseits zu hören. Man würde Anliegen gegenüber der Stadt lieber direkt mit dieser verhandeln.


Zugleich haben paradoxer Weise die Klagen aus den Vereinen über sich ziehende Antragsverfahren und mangelnde Kommunikation immer weiter zugenommen. Dabei ist die Kernaufgabe des Stadtjugendringes doch gerade, die Vereine in solchen Angelegenheiten mit geballter Kraft zu unterstützen.
Wie konnte es also kommen, dass der Stadtjugendring bei den Vereinen nicht mehr als Hilfe angesehen wird?

Es scheint, als sei im Rathaus vergessen worden, welch wertvolles „Werkzeug“ man hier doch eigentlich hatte. Wer sonst könnte besser die Sinnhaftigkeit der Zuteilung von Jugendpflegemitteln beurteilen, als ein sachverständiger Dachverband aller jugendpflegenden Vereine? Zudem paart sich die höhere Treffsicherheit der Zuteilung mit einem verminderten Arbeitsaufwand innerhalb der Verwaltung.
Damit ein Stadtjugendring in dieser Funktion jedoch auch lebendig bleibt, bedarf es seinerseits wiederum der Pflege durch die Stadt. Wenn die Stadt es also zulässt, ja sogar unterstützt, dass der Stadtjugendring bei entsprechenden Angelegenheiten von einzelnen Vereinen umgangen wird, verliert der Stadtjugendring zwangsläufig an Bedeutung, eben so ist es schließlich auch geschehen.


Mittlerweile muss man leider sehr weit zurückblicken, um den ursprünglichen Markenkern des Stadtjugendringes noch zu erkennen. Er hat früher einmal nicht nur für die Verteilung der Jugendpflegemittel der Stadt gesorgt, sondern er war auch stets als Berater beteiligt, wenn die Stadt mit Angelegenheiten der Vereine befasst war. Die drohende Insolvenz der KT ohne eine Einmischung des Stadtjugendringes wäre vor gerade einmal zehn Jahren zum Beispiel noch vollkommen undenkbar gewesen! Auch wenn große Investitionen getätigt wurden, wie der Bau von Sportanlagen, war der Stadtjugendring beratend dabei.

Auch darf man das integrative Potential eines solchen Dachverbandes als zentralem Netzwerkpunkt nicht unterschätzen. Ein solcher kann durchaus die Vereine zusammenbringen und dafür sorgen, dass die Vereine auch untereinander wieder mehr miteinander als übereinander reden. Das führt zu mehr Leistungsfähigkeit unserer Vereine insgesamt und somit zu einem besseren Angebot für die Bürger.
Es muss also zukünftig eine Rückkehr zu alter Tugend auch gerade im Rathaus kommen, um der Jugend ihre angemessene Lobby zurück geben zu können.
Eine große Aufgabe für alle Beteiligten – Dem neuen Vorstand des Stadtjugendringes, den Vereinen und der Verwaltung. Dabei hoffe ich sehr darauf, dass zukünftig eine Person im Rathaus das Zepter in die Hand nimmt, die hier vermittelnd und integrierend wirkt.

Der aktuelle Vorstand
Der aktuelle Vorstand

Mein persönlicher Dank gilt nochmals Herrn Hecker und Frau Carstensen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz unserem Stadtjugendring nochmals eine weitere Chance gegeben haben.


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Ihr Stadtvertreter für Kaltenkirchen


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