Torven Hartz

Zur Abwahl von Stefan Sünwoldt
Leserbrief zur abgesagten Aktion "Saubere Landschaft"

Über einen handverlesenen Leserbrief von Herrn Peter Engel, seines Zeichens Gewerkschaftsgenosse bei VERDI, teilt Herr Sünwoldt auf seiner Internetseite mit, dass "ohne die Anwesenheit Herrn Sünwoldts solche wichtigen Aktionen (die Aktion "saubere Landschaft") nicht mehr stattfänden". Damit suggeriert er, dass die Aktion "saubere Landschaft" in Kaltenkirchen ausgefallen wäre, weil nun Herr Richter die Amtsgeschäfte führt.

Tatsächlich ist es aber so, dass es auch im letzten Jahr schon eine ausgesprochen geringe Beteiligung bei dieser Aktion gab, und dass in diesem Zusammenhang der Bau- und Umweltausschuss beschlossen hatte, dass beim nächsten Mal mindestens 50 Teilnehmer erreicht werden müssten, ansonsten würde die Aktion abgesagt werden. Dieser Beschluss implizierte die Aufforderung an den Bürgermeister, geeignete Maßnahmen zu entwickeln und durchzuführen, um mehr Teilnehmer für die Aktion zu motivieren. Getan hat er über dieses Jahr hinweg faktisch nichts! Und so verwundert es natürlich auch nicht, dass die Teilnehmerzahlen weiterhin auf denkbar niedrigem Niveau verblieben sind.

Dass nun Bürger wie Herr Pohlmann und Herr Lindemann auf eigene Faust und ohne einen zur Verfügung stehenden Verwaltungsapparat die Aktion am Leben erhalten haben, zeigt mir, dass es in der Bevölkerung durchaus noch tragende Säulen des Bürgerengagements gibt. Diese wahrzunehmen und nach Kräften zu unterstützen, wäre für mich das Mittel der Wahl gewesen - für Herrn Sünwoldt ganz offensichtlich nicht.

Der Bauhof
Der Bauhof
Umso verwunderter war ich doch über das Auftreten Herrn Sünwoldts, der es sich während seines Abwahlkampfes natürlich nicht hatte nehmen lassen, selbst samt zweier seiner Kinder bei der Alternativsammlung von Nic Pohlmann mitzumachen. Dort kündigte er unter anderem vollmundig an, dass er Herrn Romahn, den Leiter des Bauhofes, darauf hinweisen werde, wo sich die "dreckigen Ecken" Kaltenkirchens befänden.
Gerade von Herrn Romahn weiß ich nun mehr als genau, dass er in Kaltenkirchen jeden Stein und Kiesel beim Vornamen kennt. Insofern muss man gerade ihm nicht erklären, wo die Problemzonen in Kaltenkirchen sind.
Umso erstaunter darf man sein, dass Herr Sünwoldt nach 5 Jahren Amtszeit (erst) jetzt seinem Bauhofsleiter einen "Tip" geben möchte.

Fraglich ist doch viel eher, warum Herr Roman in den vergangenen fünf Jahren offenbar keinen Auftrag erhalten hat, bzw. warum der Bürgermeister bei der Stadtvertretung per Beschlussvorlage keine entsprechenden Mittel für die notwendigen Reinigungsarbeiten eingeworben hat!? Denn wenn Herr Romahn kein Budget für diese Aufgabe erhält, kann er auch nicht tun, was er mit Sicherheit gerne würde!

Und fraglich ist für mich vor allem, warum nun Stadtmitarbeiter unter weiterem Verbrauch von Steuergeld das Bürgerengagement ersetzen sollen, welches Herr Sünwoldt nicht aktiviert bekam.

Ein Problem, welches im Übrigen kein Bürgermeister der umliegenden Gemeinden hatte. Zum Beispiel mobilisierte das kleine Kisdorf 50 Helfer, Henstedt Ulzburg 240 und Norderstedt sogar 1800!
Stimmt das nicht nachdenklich!?

Torven Hartz
Stadtvertreter der FDP Fraktion
www.torven-hartz.de


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