Torven Hartz

Das Gymnasium Kaltenkirchen bleibt bei G8
Kaltenkirchen, den 8.3.2011

Nachdem im Zuge der Schulreform von 2007 nun erhebliche Investitionen seitens der Gemeinde auch gerade für eine sinnvolle Umsetzung von G8 getätigt wurden, kann es von dieser Seite letztlich nur eine Entscheidung zu Gunsten von G8 für das Gymnasium Kaltenkirchen geben.
Jede andere Entscheidung würde die investierten Millionen hier schließlich in Frage stellen.
Die Perspektive der Gemeinde ist hier die des Wirtschafters und das ist auch richtig so.

Dennoch sollte man sich klar machen, dass die neue Situation der Wahlfreiheit der Eltern uns als Schulstandort durchaus vor neue Herausforderungen stellt.
So bietet das Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium in Quickborn zukünftig G9 an, das Elsensee Gymnasium sogar das umstrittene „Y-Modell“.

In den kommenden Jahren wird sich nun also zeigen, ob der verbreitete Elternwille zugunsten von G9 zukünftig dazu führen wird, dass diese Schulen eine erhöhte Nachfrage erfahren und unsere Schule damit womöglich eine geringere. Bislang ist das noch nicht wirklich einschätzbar. Die Folge wäre, dass sich die getätigten Investitionen mangels Schülernachfrage möglicherweise nicht rentieren werden.

Möglicherweise wird sich aber auch das G8 Gymnasium durchsetzen. Vielleicht wird sich auch die Zahl der Schüler dort zu Gunsten der Gemeinschaftsschule mit anschließender Gymnasialoberstufe verschieben, was dann wiederum G9 ist. Vielleicht ist es auch mehr oder minder egal, was vor Ort angeboten wird und es wird eben das angenommen, was da ist. Auch das ist alles sehr schwer abzuschätzen.

Wie die Zukunft letztlich aussehen wird, hängt maßgeblich vom zukünftigen Elternwillen ab – und zwar nicht von dem derer, die heute in den Schulkonferenzen zu meist Schüler repräsentieren, die mit G8 oder G9 schon nichts mehr am Hut haben, weil sie sich nämlich bereits in der Sekundarstufe 2 auf den Abschluss vorbereiten.
Ausschlaggebend werden die Eltern sein, die sich auf den Übergang ihrer Kinder in die Sekundarstufe 1 vorbereiten müssen, und deren Meinung in diesem ganzen Prozedere bislang keinerlei Berücksichtigung gefunden hat, auch schwerlich finden konnte.

Für Kaltenkirchen wird es also G8 sein – aus den genannten Gründen auch mit meiner Unterstützung. Dennoch möchte ich schon jetzt anmahnen, in der Zukunft besonders wachsam zu sein, wie sich die Schullandschaft unter den sich nun zart entfaltenden Wettbewerbsbedingungen entwickelt. Denn eines muss ganz klar das Ziel bleiben: Kaltenkirchen muss auch in Zukunft der herausragende Schulstandort bleiben, der es heute ist. Wenn sich herausstellen sollte, dass andere Wege effektiver und erfolgreicher zum Ziel führen und eine höhere Akzeptanz erfahren, so muss der Schulstandort Kaltenkirchen darauf reagieren.
Denn letztlich ist es nicht die Investition in Beton, der schlaue Köpfe macht, sondern der Unterricht, der darin stattfindet.


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Ihr Stadtvertreter für Kaltenkirchen


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